Kindererziehungs-Tipp: Manchmal ist weniger Erziehung mehr

Kindererziehung

Was ist Erziehung und wie viel brauchen Kinder eigentlich davon? Kinder brauchen in ihrer Entwicklung Vorbilder und Rückhalt. Erziehung artet dabei oft in Besserwisserei und Bevormundung aus. Deshalb gilt: Manchmal ist weniger Kindererziehung eben mehr. Manchmal!

Klar, das meiste wissen wir ja auch besser. Aber dieses Wissen bezieht sich eben nur auf uns selbst. Ob dieses eine Wissen dann auch auf unsere Kinder zu übertragen ist, müsste wohl gut überlegt sein. Immerhin ist jedes Kind anders. Ein Individuum. Und eines vorweg: Ja, Kinder brauchen Richtlinien und einen, der ihnen sagt was geht und was nicht. Aber mal ehrlich: Es reicht, wenn man es ihnen vorlebt. Kinder beobachten nämlich ganz genau was wir machen und wie wir Probleme lösen – und machen es dann nach.

Kindererziehung anpassen

Viel wichtiger ist es statt harter Erziehung dem Kind klar zu legen was einem wichtig ist und was nicht. Emotionen nehmen dabei oft Überhand und der Inhalt geht dabei verloren. Deshalb lieber in Wutsituationen eine Auszeit nehmen und danach beim Gespräch erklären können. Wertigkeiten in eigenem Leben werden so prägend und ebenso zum Bestandteil unserer Kinder. Familie ist eben auch eine Lern- und Wachstumsveranstaltung und Kinder bekommen Veränderungen bei Erwachsenen stark mit. Und oft bringen schon kleine Verhaltensänderungen in der Erziehung große Erleichterung in der Familie. Die Kindererziehung sollte ein ständiges Anpassen und je nach Persönlichkeit modifiziert werden.

Autoritativ oder autoritär erziehen?

Autoritativ ist weder autoritär noch Laissez-faire – es ist ein dritter Weg in der Kindererziehung. Dabei wird anders als beim autoritären Erziehungsstil das Kind akzeptiert wie es ist. Das Kind ist gleichwürdig wir die Erwachsenen, hat aber – das ist der Unterschied zum Laissez-faire – nicht die gleichen Rechte wie Eltern. Und es braucht noch ihre Führung. Heute sind wir unseren Kindern viel näher als unsere Eltern uns gewesen sind. Damit ist allerdings auch schwieriger sich abzugrenzen. Wo man sich früher durch Formalismen Kinder vom Leib gehalten und etwa keiner den Papa stören durfte, wenn er Zeitung gelesen hat, wird es heute schwieriger als Elternteil sich selbst nicht zu verlieren. Diese verführerische Schmelzwärme muss man widerstehen und Kinder auch mal warten lassen können.

Ziel einer Kindererziehung ist die Beziehung zueinander. Später sollten Jung und Alt voneinander gelernt haben. Warum eigentlich auch nicht!

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