#Mütter gegen Meningitis – eine Aufklärungsinitiative


*werbung

Impfen ist ein sehr polarisierendes Thema. Warum es so ist weiss ich nicht. Mein Mann sagt immer „das größte Problem der Impfung ist ihr eigener Erfolg“. Tatsächlich kann ich es mir gar nicht vorstellen, wie die Kinder früher reihenweise an Masern & Co verstorben sind. Wie auch immer. Da ich weder Ärztin noch Expertin auf diesem Gebiet bin will ich im Detail auf dieses Thema nicht eingehen (und ja meine Kinder sind natürlich geimpft!)ABER als Mama und Bloggerin sehe ich es als meine Pflicht an, euch über diese schwerwiegende, wenn auch sehr seltene Krankheit, die vor allem Babys betrifft, aufzuklären.

Mir geht es vorrangig nicht darum, ob ihr eure Kinder gegen Meningokokken impft oder nicht, sondern, dass ihr im Fall der Fälle Anzeichen einer Erkrankung rechtzeitig erkennen könnt!

Am 22.11.2018 war ich mit ein paar lieben BloggerkollegInnen zu dem Presse-Event „Mütter gegen Meningitis“ im 25hours Hotel in Wien eingeladen worden.

International gibt es derzeit eine Aufklärungsinitiative  #müttergegenmeningitis für die auch die renommierte Fotografin Anne Geddes 24 Mütter abgelichtet hat. Die Intention von Geddes mitzumachen, war es Mütter über die seltene, jedoch schwerwiegende Krankheit Meningitis aufzuklären und weltweit zu mobilisieren.

Im Rahmen dieser internationalen Aufklärungskampagne veranstaltete GSK (GlaxoSmithKline Pharma GmbH) ein Info Treffen mit uns Mama Bloggern, Vertretern von GSK, dem Kinderarzt und Intensivmediziner OA Dr. Alexander Schneider und einer betroffenen Mutter um über Meningitis zu informieren, ein Bewusstsein für diese seltene Krankheit zu schaffen und um Anzeichen und Symptome im Falle einer Erkrankung rasch festzustellen – denn gerade die ersten 24h entscheiden über Leben und Tod.

Im Vordergrund dieses Events stand vor allem der Erfahrungsaustausch. Angelika, eine betroffene Mutter, deren Kind im Alter von 3 Monaten an einer Meningokokken-Meningitis erkrankte, erzählte von der „schrecklichsten Zeit ihres Lebens“ und wieviel Glück sie hatte, dass ihr Sohn überlebte und welche Auswirkungen dieser Erkrankung bis heute hat.

Meningokokken-Erkrankungen: selten, aber ernstzunehmend

Meningokokken sind von Kinderärzten gefürchtet, da die anfänglichen Symptome unspezifisch und daher schwer zu erkennen sind, aber innerhalb weniger Stunden einen dramatischen Verlauf nehmen können.“, so Dr. Philipp Günzl, Medical Adviser Vaccines, GSKJede Mutter und jeder Vater sollte die Symptome einer Meningokokken-Erkrankung kennen, damit im Erkrankungsfall rasch und richtig gehandelt werden kann.

Eine Meningokokken-Erkrankung ist eine sehr seltene, aber unbedingt ernstzunehmende Erkrankung, die zu einer Meningitis oder einer Sepsis führen und innerhalb von 24 Stunden tödlich sein kann oder schwerwiegende Folgeerscheinungen mit sich bringt. Jährlich gibt es weltweit rund 1.2 Mio. Meningitis-Fälle. 135.000 davon verlaufen tödlich.  Die meisten Betroffenen sind Babys und Kleinkinder und Jugendliche.

Was sind Meningokokken und warum sind sie so gefährlich?

Meningokokken kommen weltweit vor, die Übertragung passiert durch Tröpfcheninfektion. Es gibt 5 gefährliche Serogruppen: A, B, C, W und Y. In Europa spielt der Serotyp B die wichtigste Rolle. In Österreich werden pro Jahr ca. 27 bis 100 Fälle von Meningokokkenerkrankungen gemeldet; 50 bis 74 Prozent davon aus der Serogruppe B, zehn bis 30 Prozent aus der Serogruppe C.

Eine Erkrankung kann prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten. Besonders gefährdet sind jedoch Säuglinge, Kleinkinder (Altersgruppe 0 – 4 Jahre) sowie Jugendliche. Säuglinge erkranken aufgrund ihres unreifen Immunsystems besonders häufig und schwer an Meningokokken. Die meisten Meningokokken-Erkrankungen in dieser Gruppe werden durch Meningokokken B verursacht.

Jugendliche sind vor allem durch ihr Sozialverhalten, z.B. Rauchen, Küssen, Parties in Clubs, Skikursen, Auslandsaufenthalte etc. stärker gefährdet.

Anzeichen einer möglichen Meningokokken-Erkrankung

Das größte Problem bei einer möglichen Meningitis ist, dass die meisten Anzeichen sehr unspezifisch sind, denn Fieber und grippeähnliche Symptome können bei einem Baby und Kleinkind schon öfters vorkommen. Bei Jugendlichen ist die Nackensteife ein dominierendes Symptom.

Daher ist es wahnsinnig wichtig, auf seine eigene Intuition und sein Bauchgefühl zu hören. Oft spürt man, ob es eine „normale“ Grippe ist oder etwas schwerwiegenderes sein kann. Denn meist ist es auch für Ärzte sehr schwierig die Erkrankung gleich zu erkennen.

Es gibt noch einen weiteren Test für zu Hause, um eine mögliche Meningitis auszuschliessen und zwar der sogenannte Glas Test.

Der Glas Test

Meningokokken-Infektionen äußern sich häufig durch rot-violette, anfangs nur punktförmige Hautflecken. Im Gegensatz zu anderen Ausschlägen verschwinden diese nicht, wenn man mit einem durchsichtigen Trinkglas fest dagegen drückt. Im Falle solcher Hauterscheinungen sofort die Rettung rufen oder das nächste Spital aufsuchen!

Impfung als Prävention

Die beste Prävention gegen eine mögliche Erkrankung ist – laut Empfehlung des Österreichischen Impfplans – die Meningokokken B Impfung für alle Kinder (möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat, denn oft werden Meningokokken innerhalb der Familie übertragen. Das Immunsystem von Babys ist gegen diese schwere Erkrankung oft chancenlos)

Dr. Schneider  „Als jemand der auf einer Intensivstation arbeitet und dort die dramatischen Verläufe der Meningokokken Sepsis bei Kindern gesehen hat, bin ich als Arzt, aber auch als Vater einer Tochter, sehr glücklich darüber, dass es mittlerweile durch die Impfung einen guten Schutz gegen diese bösartige Erkrankung gibt.“

Auch wenn in Österreich und Deutschland die Herdenimmunität nach wie vor bei 90% liegt, gibt es vermehrt Bedenken und Einwände gegen das Impfen.  Falls es euch interessiert, kann ich euch diesen Artikel sehr ans Herz legen. Es werden die 20 häufigsten Einwände gegen das Impfen vom Robert Koch Institut und des Paul Ehrlich Instituts ausführlich beantwortet.

Dr. Günzl, GSK, „Mir ist es wichtig zu betonen, dass es mehrere Impfstoffe gegen unterschiedliche Gruppen von Meningokokken gibt. Eltern sollten sich bei Ihrem Arzt darüber informieren, wie Sie sich am besten schützen können.

Als Mamas wollen wir alle unsere Kinder vor Gefahren oder schweren Krankheiten schützen. In diesem Artikel soll es auf keinen Fall um Panikmache gehen, denn wie schon mehrmals erwähnt ist es sehr selten an Meningitis zu erkranken, aber falls doch, zählt jede Minute, denn die Folgen können schwerwiegend sein. 

Wer sich ausführlicher mit diesem Thema auseinander setzen möchte, findet die wichtigsten Informationen hier:

Website Meningokokken-Erkrankung (GSK):

http://www.meningokokken-erkrankung.at/

Dieser Beitrag entstand in einer entgeltlichen Kooperation mit  GlaxoSmithKline Pharma GmbH. 

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