Auch wenn es schon wieder über ein Monat her ist, als wir von unseren New York City-Trip zurück gekommen sind, „spricht“ unser 2-jähriger immer noch von „Nuuuujooork“. Wenn ihr mir auf Instagram folgt, habt ihr womöglich mitbekommen, dass wir über die Weihnachtsfeiertage 2018 für über eine Woche mit Freunden in New York City, genauer gesagt in Manhattan, die Weihnachtsferien verbracht haben. Nach einer Woche ging es dann weiter nach Miami, das erzähle ich euch aber erst im nächsten Artikel! Urlaub ist bei New York vielleicht das falsche Wort, denn New York ist für mich kein Urlaub, sondern eine Reise. Die Stadt bietet so dermaßen viele Möglichkeiten, Eindrücke und Inspiration, dass es zum wirklichen Relaxen wahrscheinlich nicht die richtige Stadt ist.

Es war das erste Mal mit den beiden Kleinen in der US-Metropole und auch wenn ich schon einige Male zuvor in meinem Leben in NYC war, war es dieses Mal doch eine ganz neue, spannende und teilweise natürlich auch anstrengendere Erfahrung als ich es alleine oder mit meinem Mann gewohnt war. Vorab kann ich euch aber schon mal sagen, dass Ihr keine Scheu vor einem solchen transatlantischen City-Trip haben solltet! 🙂

Mein absolut wichtigster Tipp vorweg: Wenn euer Kind nicht wirklich viel und lange zu Fuss gehen kann/will, würde ich unbedingt einen Buggy mitnehmen, denn das permanente Tragen wird mit der Zeit wirklich mühsam. Wir hatten für Vito unseren geliebten Babyzen YoYo mit und für unsere knapp 5-jährige Tochter haben wir vor Ort einen Buggy um 30$ gekauft und glaubt mir, er war jeden! Cent wert!

Experiences eat posessions for breakfast

Am 18. Dezember 2018 war es also so weit und wir, mein Mann, unsere beiden Kids (Alma 4, Vito 2) und ich, haben uns morgens zum Flughafen Wien begeben um unseren Direktflug nach New York JFK mit Austrian Airlines anzutreten. Auch wenn wir um den gleichen Preis mit Lufthansa über einen Zwischenstopp mit Premium Economy hätten fliegen können, war uns der Komfort eines Direktflugs mit zwei Kindern dann doch wichtiger, als der Komfort einer Premium Economy Class, in deren Genuss wir aber bei unserem letzten Urlaub nach Tulum kamen.

Unterwegs mit Stokke Jet Kids

Mit Sitzplatzreservierung in der ersten Reihe, iPads, Kopfhörern, genug zum Essen, Büchern und dem Bettkoffer JetKids von Stokke (welcher dann leider bei unserem Austrian Airlines Flug nicht erlaubt war) haben wir es uns im Flugzeug gemütlich gemacht und kamen nach knapp neun Stunden am Flughafen JFK an. Glücklicherweise haben wir mit Flügen bisher immer gute Erfahrungen mit unseren Kindern gemacht. Ich weiß, dass es für viele Eltern oft eine Hürde ist, aber ich finde ein langer Flug sollte nicht vor einem tollen Familienurlaub aufhalten. Wenn ihr Fragen zum Fliegen mit Kindern habt, könnt ihr mir gerne schreiben, oder hier nachlesen.

Mein Mann hatte über Dial 7 (ähnlich wie Uber) ein Shuttle organisiert, das uns nach Manhattan brachte. An sich ist der Airtrain die meiner Meinung nach beste und schnellste Möglichkeit in die Stadt zu gelangen aber mit vier großen Gepäckstücken und zwei Kindern waren die 100€ für ein privates Shuttle wirklich bestens investiert.

Over the great bridge, with sunlight through the girders making a constant flicker upon the moving cars, with the city rising up across the river in white heaps and sugar lumps all built with a wish out of non-olfactory money. The city seen for the first time, in its first wild promise of all the mystery and the beauty in the world.

F. Scott Fitzgerald

Eines vorweg: New York City ist unvorstellbar teuer. Auch wenn wir damit gerechnet hatten und schon oft in den USA waren, waren wir immer wieder aufs Neue erstaunt wie teuer doch das Leben dort mit zwei Kindern ist. Da wir bei guten Freunden von uns direkt beim Central Park auf der Lower West Side wohnen konnten, ersparten wir uns sehr viel Geld, denn ein Hotel zur Weihnachtszeit für vier Personen ist nicht gerade günstig. Wenn es euch zeitlich möglich ist und die Kinder noch nicht abhängig sind von Schulferien, würde ich die Reisezeit außerhalb der Holiday Season ansetzen, wenngleich natürlich die Stadt in der Weihnachtszeit einen ganz besonderen Charme versprüht, was auch einer der Hauptgründe für unsere n Trip war:

Sich einmal wie „Kevin in New York“ fühlen!

Zu Weihnachten ist auf alle Fälle das Rockefeller Center, die 5th Avenue (eher vormittags) und Bryant Park ein Must See. Natürlich waren wir auch am Times Square, aber nur um mit den Kids einmal dort gewesen zu sein 😉 Sonst finde ich es dort nicht soo spannend.

Times Square

Jet Lag war eigentlich nur kurz ein Thema, und hat uns Erwachsene weit härter getroffen als unsere Kinder. Die sind nur in der ersten Nacht für ein paar Stunden wach gewesen, danach hat sich alles eigentlich ganz gut eingependelt. Aber was tun mit Kindern in New York? Hier nun unsere wichtigsten Stationen, Erlebnisse, Sehenswürdigkeiten und Tipps von unserer New York City Reise mit Kindern.

Eislaufen im Central Park

Könnt ihr euch etwas kitschigeres vorstellen als zu Weihnachten im Central Park Eislaufen zu gehen? Der Eislaufplatz auf der Südseite des Central Parks befand sich in Gehdistanz zu unserer Wohnung und somit beschlossen wir ein paar Runden mit den Kids dort zu drehen. Beschallt von Weihnachtsmusik, umringt von dem grünen Central Park und Blick auf die Skyline von Midtown ein super schönes Erlebnis.

Aber auch zu jeder anderen Jahreszeit ist der Central Park mit Kids ein absolutes Must See. Tolle Spielplätze, Streifenhörnchen und es gibt dort einfach wahnsinnig viel zu entdecken.

Besuch beim wiedereröffneten Kindergeschäft FAO-Schwarz

Der Eislaufplatz beim Rockefeller Center erlangte durch viele Filme Berühmtheit. Für ein Foto bei der goldenen Statue stellen sich die Menschen sogar an und ein Weihnachtsmann auf Schlittschuhen dreht dort sogar auch seine Runden 🙂 Gleich nebenan hat das altehrwürdige und wahrscheinlich berühmteste Spielwarengeschäft, F.A.O. Schwarz, vor ein paar Monaten wiedereröffnet. Vielleicht können sich einige von euch noch an den Film BIG mit Tom Hanks erinnern und die übergroßen Klaviertasten am Boden, die mit den Füßen bespielt werden können? Das ist im F.A.O. Schwarz und ist noch immer dort.

Brooklyn my LOVE

Ich liebe Brooklyn! Wenn es nach mir gehen würde, wäre ich wahrscheinlich jeden Tag nach Brooklyn gefahren 😉 Williamsburg, Park Sloap sind schon lange keine Geheimtipps mehr und von der Bedford Avenue bis zum Stadtteil Dumbo gibt es unendlich viele Shops, Cafés, Bars und Hotels. Nachdem wir mit der U-Bahn bei der Bedford Ave ausgestiegen sind (wir haben eigentlich alles mit der U-Bahn gemacht, weil das am einfachsten, günstigsten und meistens am schnellsten ist – wenngleich ihr euch auf einige Male Kinderwagen-Treppenschleppen einstellen müsst!), sind wir relativ ziellos die Bedford Avenue entlang gegangen, haben Schoko-Muffins gegessen, Kaffee getrunken und kleine, feine Boutiquen entdeckt.

Geshoppt habe ich übrigens NUR in Brooklyn, in Manhattan war mir irgendwie alles zu teuer.

REAL LIFE ;-))))) Einer schreit immer, oder?

Im MAST Store auf der 3rd Street gibt es die wahrscheinlich beste Schokolade New York’s! Gleich nebenan gibt es einen sehr coolen Indoor-Street Market mit unterschiedlichen Shops und Lokalen, wo ich auch tolle Outfits für Alma fand. Lustigerweise hatte gerade der Kids Fashion Store The Little Red Planet einen Pop Up Shop dort und wir haben ein paar süße Sachen eingekauft.

Reisegruppe ;-)))

Übrigens gibt es die entzückenden Stoffpuppen von Hazel Village auch in Brooklyn und haben dort sogar einen eigenen Store.

Die Brooklyn Bridge überqueren

Eigentlich wollten wir einmal die Fähre zwischen Brooklyn und Manhattan nehmen, aber da hat unser Fahrplan und eine nicht ganz ausgeklügelte Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daraufhin haben wir, aufgrund des sonnigen, angenehmen Wetters, kurzerhand den Entschluss gefasst die Brooklyn Bridge zu Fuß zu queren um nach Manhatten zu gelangen. Wir waren nicht die einzigen an dem Tag, die diese Idee hatten :)), aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Blick auf die Skyline von Manhatten (ich empfehle immer von Brooklyn zu starten und nicht von Manhattan), Sonne tanken, tolle Fotos machen und etwas erschöpft aber happy in Manhattan ankommen.

Essen, Essen Essen oder warum ich möglichst viele Tacos essen und Margaritas trinken wollte

Ich glaube mittlerweile kann ich nicht mehr verheimlichen, dass nach Tacos und Margaritas nahezu süchtig bin. Wie in den meisten Großstädten in den USA gibt es natürlich auch in New York eine große Hispanics-Community, die die Stadt mit vielen mexikanischen Restaurants bereichert. Wir waren u.a. im Casa Mezcal in East Village (hat uns extrem gut dort gefallen!!!) , Rosa Mexicano auf der Columbus Avenue und im El Mitote.

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Anyone else feel like 2019 is whizzing by??

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Die kulinarische Vielfalt in einer Stadt wie NYC ist natürlich atemberaubend. Jegliche Küche der Welt ist vertreten, von extrem günstig, bei extrem teuer ist alles dabei. Die Serie Munchies vom VICE Magazine begleitet Gastronomen in dieser Episode (es gibt mehrere davon) zu Ihren Lieblingsrestaurants in NYC.

Mein Mann wollte z.B. unbedingt noch ins Frankel’s aber das ging sich dann zeitlich nicht mehr aus. Man muss fairerweise auch erwähnen, dass viele Restaurants aber mit Kindern natürlich nicht wirklich zu besuchen sind. In Bars haben kinder ohnehin nichts verloren, aber auch in sehr engen, kleinen Restaurants kann es mit Kinderwagen, Winterjacken und Co. schnell mal ungemütlich werden. D.h. wir versuchten auch immer antizyklisch zu essen und gingen z.B. gegen 15:00 Uhr groß Essen um dann wieder draußen zu sein bevor der große Andrang kam.

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Zur Weihnachtszeit ist es nochmal eine andere Liga. Restaurants sind teilweise Wochen zuvor ausgebucht!

Das Balthazar in Soho ist eine Institution mit wunderschönem Interieur. Das Essen war so la la, aber der Rosé und die Holzgetäfelte Decke entschädigten dafür. Nach Soho muss man sowieso. Unzählige coole Shops und Bars, perfekt um herumzuschlendern…. aber ziemlich teuer alles 😉

Egal ob Ihr Lust auf ein Pastrami-Sandwich im Katz’s Delicatessen habt (immer mit Warteschlange verbunden und für mich als Vegetarierin nichts), solide amerikanische Küche im The Smith oder PJ Clarkes (beide in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung) oder einen Drink im Eataly Rooftop „SERRA Alpina on the Roof“ beim Flatiron nehmt, NY hat wirklich für jeden Geschmack und jedes Geldbörsel etwas zu bieten!

Zum Flatiron Building habe ich es übrigens auch endlich mal geschafft, war schon lange auf meiner Bucket List 😉

Flatiron Building
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High Lane & Meatpacking District

Wahnsinnig gut hat mir auch das Viertel rund um High Lane gefallen. Die High Line ist eine 2,33 km lange, nicht mehr als solche genutzte Güterzugstrasse im Westen von Manhatten die von 2006 bis 2014 zu einer Parkanlage, dem High Line Park, umgebaut wurde. Die Gegend mitten im Meatpacking District ist absolut hip und hat viele nette Bars, Restaurants und Shops. Mitten drin ist das berühmte The Standard Hotel.

Museen für Kinder in New York City

Vor unserer Reise hat mein Mann eine Liste an aktuellen Ausstellungen und Museen zusammengestellt, die wir natürlich nicht im Entferntesten so dann auch umsetzten! :)) Was wir aber gemacht haben war das American Museum of Natural History (ja, das aus den „Nachts im Museum“-Filmen mit Ben Stiller als ulkiger Wärter). Das ist wirklich imposant! Es ist so groß, dass man locker Tage darin verbringen könnte! Einige Leute hatten uns gewarnt vor den langen Warteschlangen aber wir haben uns die Tickets vorab über die Explorer App gekauft (auf diesem Weg, danke Mother’s Finest für den guten Tipp!) kreuzten pünktlich zur Öffnungszeit auf und kamen direkt ohne anzustehen rein! Das solltet ihr also unbedingt so machen, wenn Ihr vorhabt das Museum zu besuchen. Die App ist nur ein Shortcut zum Museum, sondern ist ein wahrlich interaktiver Begleiter, der ungemein nützlich ist sich in diesem Mega-Museum zurecht zu finden!

Das faszinierendste, nicht nur für die Kinder, sondern auch für uns Eltern waren die schaurig-schönen Glasboxen mit den unterschiedlichsten Tieren der Welt und der Meeres-Bereich mit einem von der Decke hängenden Blauwal in realer Größe. Ein beeindruckendes Museum in dem wir mehrere Stunden verbrachten und die Kinder aus dem Staunen gar nicht mehr herauskamen!

Am Dach der Welt: Oder Rooftops Bars und Aussichtsplattformen für Familien

Die Dichte an Wolkenkratzern ergibt auch eine Dichte an hochgelegenen Aussichtsmöglichkeiten. Die 230 Fifth Rooftop Bar gleich in der Nähe des Empire State Building ist auch unter Tags ab 16:00 Uhr zugänglich und bietet Brunch an, sodass es auch für Kinder zugänglich ist. Viel Platz, viel Grün und wunderschönen Blick auf Manhattan. Die Schlange im Empire State Building ist nahezu immer lange, aber der Geheimtipp ist mit dem Kinderwagen reinzufahren. Dadurch bekommt man nämlich Zugang zum Aufzug und kann damit die Hälfte der Schlange umgehen.

Auch in Brooklyn empfiehlt sich der Besuch einer Rooftop-Bar. Der Blick auf Manhattan kann in den vielen Hotelbars genossen werden. Die Aussicht und Bar im 1 Hotel ist gerade sehr en vogue und das zu recht. Übrigens können wir das 1 Hotel Brooklyn Bridge auch als Hotel sehr empfehlen!

Das One World Trade Center ist das derzeit höchste Gebäude der Stadt und bietet ähnlich wie das Empire State Building einen grandiosen Blick über die Stadt. Ich empfehle euch aber nur eines der beiden zu machen, denn die Wartezeit ist teilweise schon sehr lange und einmal reicht auf jeden Fall.

Die Salon Mama Special Tipps für euren ersten NY-Trip

Es gab in unseren 7 Tagen so viele schöne, anstrengende, lustige und imposante Erlebnisse, dass es mir schwer fällt alles hier zusammenzufassen. Ich hoffe aber ihr seht, dass ein solcher Städtetrip mit Kindern überhaupt kein Problem sein muss. Nicht einmal zur absoluten High Season, nämlich Weihnachten, empfand ich es als stressig. Die U-Bahn ist eine effiziente, sichere und günstige Möglichkeit durch die Stadt zu kommen, die vielen Stadtteile haben allesamt deren eigenen Charme und Reiz. Empfehlungen für einen Besuch in New York City hängen meiner Meinung nach auch stark von der Jahrezeit ab. Im Sommer gibt es viele Sehenswürdigkeiten und Abstecher ausserhalb der Stadt, z.B. Rockaway Beach oder die Hamptons. Im Winter dann wieder weniger Möglichkeiten. Fragt mich einfach auf Instagram wenn Ihr spezielle Fragen habt.

Abschließend möchte ich euch noch ein paar meiner sehr persönlichen Tipps für eine Reise nach New York City mit geben, damit euer erster oder nächster Trip auch ein Erfolg wird!

  • Sich treiben lassen! Macht nicht übermäßige Pläne, sondern startet entspannt in den Tag, biegt in Straßen ab, die ihr nicht kennt und entdeckt auf diese Weise die Besonderheit der Stadt.
  • Tickets für Sehenswürdigkeiten schon vorab online bestellen um Warteschlangen zu vermeiden
  • Den Central Park entdecken und genießen! Egal ob beim Joggen, in Rikshas, beim Eislaufen, beim Eisessen oder beim Spazieren. Diese grüne Oase abseits des Asphalts ist immer einen Besuch wert.
  • Die U-Bahn und im Ausnahmefall Uber sind die besten Möglichkeiten um von A nach B zu kommen. Bitte beachten, dass es nicht überall Aufzüge gibt – man muss sehr oft den Kinderwagen tragen!
  • Touristenprogramm ja, aber in Maßen. Ich empfehle euch 2-3 NYC-typische Touristenprogrammpunkte vorab zu definieren, egal ob Times Square oder Empire State, und dann diese auch zu machen, falls Ihr es noch nie erlebt habt. Mehr ist aber, finde ich, auch nicht nötig. Die Stadt lebt von Ihren Subkulturen!
PS: New York, I love you!
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