„Mach es!“ – kyddo Gründerin Marina verrät uns ihr Geheimnis zum Erfolg


Seit mittlerweile eineinhalb Jahren ist der Online Concept Store kyddo fixer Bestandteil wenn es um biologische, nachhaltige und faire Kids Labels geht. Es gibt eine riesen Auswahl an den bekanntesten und beliebtesten Baby- und Kindermarken wie Konges Sløjd, Liewood, Fabelab, Mini Rodini oder Nobodinoz. Aber auch kleinere unbekanntere Labels finden bei kyddo seinen geschätzten Platz.

Auf Salon Mama habe ich schon einige Male meine Lieblingsteile von kyddo präsentiert,  das letzte Mal habe ich die neue cam cam copenhagen Kollektion vorgestellt. Vor allem Schwangere und frischgebackene Mamas finden bei kyddo alles was das Herz oder besser gesagt, das Kinderzimmer und der Kleiderschrank begehrt.

Aber wer steckt hinter kyddo?

Salon Mama hat Marina, die Gründerin des familiengeführten Concept Stores für ein Interview getroffen.  Marina ist Mama des 3 jährigen Konstantin und bekommt im Mai ihr zweites Kind.

Liebe Marina, wir kennen uns ja schon einige Zeit und ich freue mich, dass ich endlich einmal auch über dich berichten kann. Vielleicht beginnen wir einmal am Anfang. Wie ist kyddo überhaupt entstanden?

Ich wusste von meinen Freunden und meiner Familie, dass es gerade beim ersten Kind nicht immer ganz leicht ist, die richtige Auswahl an Produkten für die ersten Lebensmonate zu treffen. Viele Produkte für Kinder sind mit Schadstoffen belastet. Diese Erfahrung habe auch ich gemacht. Bei unserer Suche nach passenden Dingen für unser Baby haben wir einige Labels entdeckt, die biologische Kinderkleidung und ökologisches Spielzeug aus natürlichen Stoffen und unter fairen Arbeitsbedingungen herstellen. Damit auch andere Eltern von unseren Erfahrungen profitieren können, ist die Idee für den Shop entstanden.

Und was hast du vor kyddo gemacht?

Ich habe mehr als 15 Jahre internationale Marken in der Telekommunikations- und Beratungsbranche gemanaged. Es war eine großartige Erfahrung, für Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder die Boston Consulting Group zu arbeiten. Vor drei Jahren haben wir dann unser erstes Kind bekommen. Das Muttersein und die Zeit mit unserem Sohn haben mir viele neue Ansichten und Ideen gebracht. Ich sagte mir, wenn ich fähig bin, andere große Marken zu betreuen und sie zum Wachsen zu bringen, schaffe ich es auch, eine eigene Marke ins Leben zu rufen.

Wie waren die Anfänge? Was waren die größten Herausforderungen?

Ich erinnere mich an lange Arbeitsabende und Nächte in unserem Wohnzimmer! Es gab Zeiten in denen ich daran zweifelte, ob das alles Sinn macht und manchmal wollte ich die Zeit zurückdrehen, aber ich habe immer einen Grund gefunden, weiterzumachen. Wenn du Entrepreneur bist, hast du immer Hochs und Tiefs. Du bist freier als in einem Angestelltenjob, aber alles hängt von dir ab. Du kannst nicht loslassen. Während der Tiefpunkte musst du dir selber sagen „ok, lass uns nach vorne schauen. Alles was passiert, hat einen Grund und macht uns stärker, weil wir daraus etwas lernen können.“. Und klar, wenn du Erfolge einfährst, musst du diese genießen und feiern, und dich einfach auch einmal selber belohnen.

Worauf achtest du bei der Auswahl der Labels? 

Dass die Marken, die Teil der kyddo-Familie sind, biologische Materialien bei der Produktion nutzen und ihren Arbeitnehmern faire Arbeitsbedingungen bieten. Die Labels besitzen Zertifizierungen die uns versichern, dass die Produktion so nachhaltig ist, wie wir es uns wünschen. Qualität, Komfort, Funktion, Sicherheit und das alles Hand in Hand mit Einzigartigkeit und einem ästhetischen Design der Produkte sind für mich die Anforderungen an unsere Marken.

Versuchst du den nachhaltigen, ökologischen Gedanken auch privat zu leben? 

Ja, definitiv. Da gibt es viele Aspekte: Von den bio Lebensmitteln, die wir wöchentlich von regionalen Bauern bekommen; über den Verzicht aufs Auto, wann immer es möglich ist; den Ökostrom, den wir sowohl zu Hause als auch in der Firma nutzen; Kleidung, die wir weitergeben oder bekommen haben bis hin zu unserer Einrichtung, wo mein Mann manche Stücke selber getischlert hat. Wir versuchen den nachhaltigen, ökologische Gedanken wo immer möglich auch privat zu leben, und damit auch unserem Sohn ein Vorbild zu sein. Wir wollen mit den Ressourcen unsere Erde sorgfältig umgehen damit diese auch für zukünftige Generationen lebenswert ist.

Du bekommst ja bald dein zweites Kind. Wie sieht dein ganz normaler Familienalltag aus? Und wann arbeitest du? 

Ja, wir bekommen bald einen zweiten Jungen, wir freuen uns schon riesig! Die nächsten Monate wird meine Familie sicher mehr Zeit beanspruchen, und das ist auch gut so (lacht).

Ich bin immer ganz früh wach und nutze die Zeit, während alle noch schlafen, um viel zu erledigen. Ich arbeite dann eigentlich immer bis mittags, bis Konstantin aus dem Kindergarten kommt und dann am späten Nachmittag und Abend, wenn der Babysitter da ist oder mein Mann zu Hause ist.

Ich versuche die Arbeit unter der Woche zu erledigen, damit ich am Wochenende Zeit mit meiner Familie verbringen kann, oder einfach auch einmal Freundinnen treffe. Natürlich gibt es auch Wochenenden an denen ich arbeiten muss. Wenn du selbstständig bist, ist es schwieriger eine Grenze zwischen Privatleben und Arbeit zu ziehen. Aber ich versuche Balance zu halten, und denke, dass mir das ganz gut gelingt.

Wie sieht es bei dir mit der Vereinbarkeit von Beruf und Mama sein aus? 

Ich kann definitiv sagen, dass es ohne Hilfe kaum möglich ist, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen. Ohne die Unterstützung meines Mannes, meiner Eltern und unserer Babysitterin würde ich es nicht schaffen. Und natürlich braucht es auch gute Organisation: Die Aufgaben zu Hause und in der Firma sind klar zwischen meinem Mann und mir aufgeteilt.

Was ist manchmal das Anstrengendste am Arbeiten und gleichzeitig Mama sein? 

Wenn ich das Gefühl habe, dass ich mich zwischen Job und Kind entscheiden muss. Zum Beispiel, das Lächeln meines Sohnes am Morgen. Es spielt keine Rolle ob es eine schlaflose Nacht war, wenn er aufwacht und mich anlächelt und fragt, ob er zum Kuscheln in unser Bett kommen darf, ist das ein sehr wertvoller Moment für mich. Ich spüre, wenn er mich braucht, und lasse dann alles liegen, und verbringe den Tag mit ihm. Das könnte ich natürlich nicht, wenn ich nicht selbstständig wäre.

Was sind deine Zukunftspläne?

Wir möchten mit kyddo weiter wachsen. Gerade haben wir kyddo.com, unseren englischsprachigen Shop gelauncht und begonnen, auch weltweit zu versenden. Wir bekommen auch viele neue Marken dazu. Einige davon sind meine absoluten Lieblinge, und ich bin mir sicher, Mütter und Väter werden diese neuen Mode- und Einrichtungslabels ebenso lieben. Und dann schauen wir mal. Ich werde kyddo machen, solange es mir Spaß macht. Ich lasse es auf mich zukommen.

Was würdest du anderen Mamas raten, die ein eigenes Unternehmen gründen wollen? 

Wenn du eine konkrete Vorstellung mit einem Businessplan, die Unterstützung deiner Familie und deines Partners und Energie hast, auch harte Zeiten zu erleben, dann würde ich sagen: „Mach es!“

Liebe Marina, vielen lieben Dank für das Interview und alles Gute für deine bevorstehende Geburt. 

Die wunderschönen Fotos stammen nicht aus meiner Kamera, sondern von der Fotografin Stephanie Rimoux .

 

*In Zusammenarbeit mit kyddo

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