So findet man das richtige Babyphone!

Babyphones gibt es mittlerweile in allen Größen und Klassen. Mit Luftfeuchtigkeitssensor oder ausschließlich als App – der Fantasie und den technologischen Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Erst kürzlich wurde in den USA auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogoein Modell namens Evoz Baby Smart Monitor vorgestellt, welches im Silicon Valley entwickelt wurde und auch so aussieht. „Babyphone“ ist beim Anblick der Funktionen dieses kleinen Geräts eine Untertreibung.

Welches Babyphone ist für mich das Richtige und welche Arten gibt es?

Grundsätzlich gibt es derzeit drei unterschiedliche Möglichkeiten, wie man ein Baby mit Hilfe eines Babyphones „überwachen“ kann.

  • Zwei einzelne Geräte als Baby- & Elternstation
  • Eine Hardware-Babystation und der Elternteil als Smartphone-App
  • App-to-App Software

Im Folgenden möchten wir kurz auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen eingehen. Von uns getestet bzw. derzeit auch im Betrieb sind ein Babyphon von Philips (Philips SCD 505/00 Avent ECO DECT Babyphone), der Withings Smart Baby Monitor und die Babyphone 3G App, die wir auch in diesem Beitrag bereits vorgestellt hatten.

Zwei einzelne Geräte als Baby- & Elternstation

Philips Avent Babyphone
Fotorechte Philips

 

Diese Geräte sind die sozusagen die Urform des Babyphones. Die ersten Geräte kamen von Philips und das Spektrum ebendieser ist mittlerweile nahezu unüberschaubar geworden. Angefangen von sehr einfachen Produkten, die nur Ton übertragen, bis hin hochwertigen, die auch Bild und Video übertragen, eine Fotofunktion haben und einige andere hilfreiche oder weniger hilfreiche Features.

Leider bedeutet eine solche Lösung auch immer, dass man mit einem zusätzlichen Teil in der Handtasche oder Hosentasche herumläuft. Weiters sind unserer Erfahrung nach die Reichweite der meisten Geräte nur sehr bescheiden. Gerade wenn Mauern dazwischen sind, tritt schon oft nach wenigen Räumen ein starker Signalverlust ein, was das Babyphone absolut ungebräuchlich machen kann. Im Idealfall sollte man dies also sogar zu Hause testen bevor die ganze Verpackung im Müll landet.

Eine Hardware-Babystation und der Elternteil als Smartphone-App

Withings Smart Baby Monitor
Fotorechte Withings

 

Diese Variante des Babyphones erfreut sich immer größerer Beliebtheit und die Gründe hierfür liegen auch auf der Hand. Keine zusätzliches Elternstationsgerät, da der Empfang über eine App am Handy läuft, welches man ohnehin meistens in der Tasche hat und welches meistens heutzutage auch platzsparender als die Hardware von klassischen Babyphones ist.

Der Withings Smart Babymonitor ist hier z.B. ein erwähnenswertes Produkt, welches mehrere Komponenten beinhaltet und auch eine Steuerung des Babymonitors über eine App erlaubt. So kann man z.B. ein Licht ein- oder ausschalten, ein Schlaflied starten oder ein Standbild/Foto über die App machen.

Diese Methode ist aus unserer Sicht deutlich besser, einfacher und zumeist auch günstiger als die oben erwähnte Variante. Ein entscheidender Vorteil ist außerdem die Verbindung über WLAN und Bluetooth anstatt über herkömmlichen Funk. Da in den meisten privaten und öffentlichen Räumen heutzutage schon WLAN besteht, 3G bzw. Mobilfunk ohnehin überall, ist auch die Reichweite niemals ein Problem. Theoretisch geht also ein solches Setup, mit Smartphone-App auf Elternseite und die Hardware-Basisstation auf der Babyseite unbegrenzt weit, wenn man es z.B. über 3G betreibt, was beim oben erwähnten Withings Babymonitor erstaunlich gut funktioniert. Die Bildqualität wird dabei automatisch reduziert und es kommt hin und wieder zu Signalverlusten aber im Großen und Ganzen hat man sein Baby im Blick und kann sich darauf auch verlassen. Natürlich ist das nur eine theoretische Herangehensweise, da die meisten Eltern (hoffentlich :)) das Baby nicht über mehrere Kilometer entfernt im Babybett liegen lassen würden.

App-to-App Software

Babyphone 3G app
Fotorechte Babyphone 3G

Die minimalistischste Form des Babyphones ist eine App-to-App-Lösung. Ein iPhone ist vollgepackt mit Sensoren und Funktionen, die schon von vielen findigen App-Entwicklern intelligent genutzt werden. Ob eine Ortungsmöglichkeit, Helligkeitssensoren oder eine integrierte HD-Kamera mit Licht – dies sind allesamt Funktionen, die auch in einem Hardware-Babyphone integriert werden. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, stellt sich letztendlich die Frage wozu benötigt man eigentlich noch eine Hardware, wenn doch auch alles mit einem modernen Smartphone abgebildet werden kann?

Probiert man die, unverschämt günstige, Babyphone 3G App, dann merkt man, dass es grundsätzlich nur mehr wenig gute Gründe für eine eigene Hardware als Babyphone gibt, vorausgesetzt die Eltern besitzen zwei Smartphones.

Egal ob Standbild, Verbindung über WLAN oder 3G, Lichtquelle oder Musik – all das kann über ein Smartphone gesteuert werden und die Babyphone 3G App ist hierfür auch ein gutes Beispiel. Einzig allein eine gewisse „Sorge um Verlässlichkeit“ schwingt beim Einsatz dieser Methode mit. Wir Menschen fühlen uns offensichtlich um einiges wohler, wenn ein „richtiges“, physisches Gerät bei unserem Baby steht, als „nur“ ein Smartphone daneben liegt.

Aus eigener Erfahrung können wir aber sagen, dass eine solche Lösung mindestens genauso verlässlich und gut funktioniert wie einer der anderen erwähnten Wege die Kleinen über ein technologisches Hilfsmittel im Auge zu behalten.

Sollte sich einer der Elternteile für ein paar Stunden vom Smartphone trenne können (was ja heute nicht immer selbstverständlich ist :)) und der Preis aber eine Rolle beim Entscheidungsprozess dann führt nahezu kein Weg an einer reinen App-basierten Lösung vorbei.

Hoffentlich war dieser Artikel für alle werdenden Eltern hilfreich und freuen uns auf Kommentare, falls jemand anderer Meinung ist.

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