Wohin mit alter oder zu kleiner Babykleidung?


Babyklamotten

Übereifrig wird vor der Geburt eines Kindes gerne eine große Menge an Kleidung angehäuft. Kaum ist das Baby dann auf der Welt, werden die frischgebackenen Eltern dann meistens auch noch von Freunden und Verwandten mit entzückenden Babyklamotten überschüttet. Leider bleibt oft nur wenig Zeit, all die neuen Klamotten gebührend zu tragen. Einerseits auf Grund der Masse, andererseits auf Grund des stetig wachsenden Babys.

Zu schade wäre es doch, all die Schätze einfach wegzuwerfen. Wir haben uns dieses Problems angenommen und ein paar alternative Möglichkeiten für den sinnvollen Umgang mit zu kleinen Babyklamotten zusammengestellt.

Aufbewahren

Wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen und genügend Platz in den eigenen vier Wänden vorhanden ist, dann liegt es wohl auf der Hand, die Kleidung aufzubewahren. Man sollte allerdings darauf achten, nicht jedes beliebige Teil aufzuheben. Beim nächsten Kind wird man ja sicher wieder die Läden durchstöbern und einige neue Klamotten anschaffen wollen, vielleicht gefällt das Lieblingsteil auch in ein paar Jahren gar nicht mehr. Lieber nur wenige spezielle Stücke aufheben und so Platz sparen.

Verschenken

Im Bekanntenkreis hat jemand ein Baby bekommen? Eine wunderbare Gelegenheit, um wenig getragene Babyklamotten zu verschenken. Man sollte dabei aber ein paar Dinge beachten. Wollen die frisch gebackenen Eltern tatsächlich gebrauchte Babykleidung, oder möchten sie lieber alles selbst neu anschaffen? Ist es für euch okay, die Klamotten zu verschenken ohne eine Gegenleistung dafür zu bekommen? Man sollte dann nicht im Nachhinein unausgesprochene Erwartungen haben – diese könnten die Freundschaft ernsthaft gefährden.

Wer keine Freunde oder Bekannte mit kleinen Kinder hat, findet auch im Internet viele andere Möglichkeiten Kleidung zu verschenken. Besonders beliebt ist beispielsweise die Facebook-Gruppe Wien verschenkt. Hier können alle Mitglieder Fotos posten und ihre nicht mehr benötigten Schätze verschenken. Eine andere Möglichkeit biete willhaben.at; hier können Dinge nicht nur verkauft, sondern auch verschenkt werden.

Spenden

Wer etwas Gutes tun möchte, kann getragene Kleidung spenden. In Österreich gibt es viele Möglichkeiten (Baby-)Klamotten einem guten Zweck zukommen zu lassen. Auf den Seiten von Volkshilfe, SOS-Kinderdorf oder Caritas gibt es genauere Infos zu den Abläufen und Möglichkeiten von Sachspenden.

Man sollte sich vorher allerdings immer sehr genau informieren, was mit der Kleidung passiert, die gespendet wird. Oft wird der Inhalt von Altkleider-Containern dazu benutzt, in anderen Ländern Geld zu verdienen. ARD hat 2011 eine sehr interessante Doku über die Geschäfte mit Altkleidern veröffentlicht, die zum Nachdenken anregt. Am besten ist es also, Kleidung direkt in der Region zu spenden.

Verkaufen

Wer aus den alten Klamotten noch ein wenig Gewinn schlagen will, der kann sie auch ganz einfach weiterverkaufen. Die einfachste Variante ist die Suche nach dem nächsten Flohmarkt. In Wien gibt es jede Woche unzählige Flohmärkte zu allen erdenklichen Themen. Besonders witzig finden wir solche, auf denen die Kinder die Rolle der Verkäufer einnehmen. Wer viel Geduld und Zeit hat, kann auf so einem Flohmarkt vorbeischauen und die Kleinen dazu animieren, selbst alte Schätze zu verkaufen. Wir haben hier eine Liste von Kinderflohmärkten in Wien und Niederösterreich, die in nächster Zeit stattfinden, gefunden.

Flohmärkte sind nicht jedermanns Sache – man muss früh aufstehen, alle Verkaufsgegenstände vor Ort bringen und den ganzen Tag am Markt stehen und verkaufen. Wer sich das ersparen möchte, kann gebrauchte Kinderklamotten auch auf willhaben.at verkaufen. Der Aufwand bis alles fotografiert und hochgeladen ist, ist hier zwar größer, allerdings muss man sich im Nachhinein nicht mehr um das Wegbringen der Ware kümmern. Fast immer wird das Prinzip der Selbstabholung praktiziert.

„Upcycling“

Zum Abschluss haben wir noch eine letzte Möglichkeit der Verwertung von alter Kleidung entdeckt. Der neue Trend nennt sich “upcycling”. Vor allem durch das Streben nach Individualität ist “upcycling” in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Dabei geht es darum aus alten Dingen (in unserem Fall Kleidung), neue Teile selbst herzustellen. Wie aus alten Mädchen-Jeans ein trendiger Rock entsteht oder Papas Hemd zum Kleid für die Tochter wird, zeigen uns viele kreative Köpfe auf Pinterest. Dafür braucht es nicht einmal besonders viel Geschicklichkeit. Eine Nähmaschine, alte Kleidung und ein wenig Kreativität reichen aus, um individuelle Stücke zu zaubern. Die Teile sind dann garantiert Einzelstücke und unverwechselbar!

Welche Tipps habt ihr für den Umgang mit alten Baby- bzw. Kinderklamotten?

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