GESUNDHEIT | coronavirus

INSTA TALK | Flatten the curve: Aktuelle Lage & Vorausschau

Laura Kaser | 21. März 2020 

Durch Beobachtung und Analyse der aktuellen Gegebenheiten in China und Italien haben unzählige Länder und Entscheidungsträger den Ernst der Lage erkannt und vielerorts von „diese Corona-Sache ist kein großes Ding“ auf nationalen Notstand umgestellt. Weltweit stehen Politik und Gesundheitssysteme vor der Herausforderung „richtige“ Maßnahmen zu treffen – dabei fahren Länder unterschiedlichste Strategien. Dieser Artikel beleuchtet den aktuellen Stand und weitere Entwicklungen. Die Inhalte basieren auf Einschätzungen und Analysen vom Epidemiologen PD Dr. Franz Wiesbauer und von diversen wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

inhalt
  1. Die aktuelle Situation: Das Problem
  2. Welche Szenarien gibt es?
  3. Was zählt jetzt am meisten?
  4. Q&A: Einige wichtige Fragen und Antworten
  5. Weiterer Verlauf & Ausblick
  6. Überblick Empfehlungen und Maßnahmen
1. Die aktuelle Situation: das problem

Das Coronovirus (SARS-CoV-2019) bzw. die dadurch ausgelöste Krankheit CoronaVirusDisease-19 (COVID-19) ist eine neuartige Atemwegserkrankung und ist erstmals Ende Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan in Erscheinung getreten. Fortan hat sich das Virus weltweit rasant verbreitet: hunderttausende Infizierte, unzählige Todesfälle und ganze Gesundheitssysteme brechen zusammen. Genau hier liegt das Problem: kein Land der Welt verfügt über ausreichend Ärzte, Pflegepersonal, Intensivbetten, Beatmungsgeräte und medizinische Schutzkleidung um zeitgleich Massen an Infizierten ausreichend zu versorgen. Man schätzt, dass 20% der Infizierten 3% ein Intensivbett benötigen.

Warum haben viele Länder/Bevölkerung die Ausbreitung des Virus so stark unterschätzt?

Zur Zeit als Italien den Lockdown verordnet hat, gab es bereits in Spanien, Deutschland, Frankreich und USA jeweils mehr Fälle.

Über einen längeren Zeitraum wurde die Situation und die Folgen des Virus stark unterschätzt. Die täglichen Schlagzeilen aus Italien haben die Ernsthaftigkeit immer mehr verdeutlicht und andere europäische Länder dazu veranlasst, so schnell wie möglich Maßnahmen zu ergreifen.

Zwei Gruppen von Ländern: ZUR VERANSCHAULICHUNG

GRUPPE A: SPANIEN, FRANKREICH…
Zeitplan und Maßnahmen am Beispiel von Spanien:

  •  Donnerstag, 12. März: der Präsident wies die Andeutungen zurück, wonach die spanischen Behörden die Gesundheitsbedrohung unterschätzt hätten
  • Freitag, 13. März: der Ausnahmezustand wurde erklärt
  • Samstag, 14. März:  diverse Maßnahmen wurden ergriffen –  Menschen können ihr Zuhause nur für wichtigen Gründen verlassen (Lebensmittel, Arbeit, Apotheke, Krankenhaus, Bank); Spezielles Verbot mit Kindern spazieren zu gehen oder Freunde/Familie zu sehen (außer um sich um Menschen zu kümmern, die Hilfe benötigen, aber mit Hygiene- und Abstandsmaßnahmen); alle Bars und Restaurants wurden geschlossen (nur take away); alle Unterhaltungsangebote werden geschlossen: Sport, Filme, Museen, städtische Feste, Hochzeiten ohne Gäste, bei Beerdigungen können nicht mehr als eine handvoll Menschen teilnehmen; der Nahverkehr bleibt offen
  • Montag, 16. März:  Landgrenzen wurden geschlossen

GRUPPE B: USA, UK, SCHWEIZ, NIEDERLANDE…
Zeitplan und Maßnahmen am Beispiel von den USA:

  • Mittwoch, 11. März: Reiseverbot
  • Freitag, 13. März: Nationaler Notfall wurde erklärt aber keine sozialen Distanzierungsmaßnahmen
  • Montag, 16. März: Regierung fordert die Öffentlichkeit auf, Restaurants oder Bars zu meiden und Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen zu besuchen. Die sozialen Distanzierungsmaßnahme sind jedoch nur ein Vorschlag. Viele Staaten und Städte ergreifen die Initiative und fordern viel strengere Maßnahmen.
2. welche Szenarien gibt es?

Es gibt drei unterschiedliche Szenarien bzw. Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus:

A. Keine Maßnahmen
B. Milderung (Mitigation)
C. Unterdrückung (Suppression)

Es folgen nun Schaubilder und Übersichten von Vor- und Nachteilen der jeweiligen Strategien/Szenarien:

szenario a: keine massnahmen

Bei diesem Szenario gibt es keinerlei Maßnahmen, Einschränkung von sozialen Kontakten, usw. 

pros

• schnelle Erreichung einer Herdenimmunität (Die Idee ist, dass alle Menschen, die infiziert sind und sich dann erholen, danach immun gegen das Virus sind.)

CONS

• Virus verbreitet sich rasant
• Infizierter trifft auf andere und steckt so im Schnitt 2-3 Mitmenschen an
• Totaler Kollaps der Gesundheitssysteme
• Millionen Todesfälle: die Sterblichkeitsrate liegt bei 4% (vs. 0,9%, bei Eindämmung des Virus)
WICHITG: nicht nur Corona-Patienten sind unter den Todesfällen, sondern auch all jene, denen keine medizinische Versorgung mehr gegeben werden kann (Unfälle, Herzinfarkte usw.) 

Infektionen und Todesfälle in den USA, falls KEINE Maßnahmen getroffen werden. Quelle: Epidemic Calculator
Coronavirus-Patienten im Krankenhaus vs. Systemkapazität. Quelle: Tomas Pueyo analysis

Nach diesen Erkenntnissen ist Szenario A, keine Maßnahmen zu setzen, also keine Option. Die beiden verbleibenden Optionen sind B) „Milderung“ und C) „Unterdrückung“. Beide verfolgen das Konzept „flatten the curve“ (die Kurve abzuflachen), gehen dabei aber sehr unterschiedlich vor.

szenario b: Milderung (Mitigation)

Der Grundsatz dieser Strategie sieht folgendermaßen aus. Es ist unmöglich das Coronavirus jetzt zu verhindern. Wir lassen es also einfach seinen Lauf nehmen, während wir versuchen, den Spitzenwert der Infektionen zu verringern. Dabei ist das Ziel, die Kurve nur ein wenig abzuflachen, um die Situation für das Gesundheitssystem besser handhabbar zu machen. Länder wie USA und UK haben diese Strategie bis dato verfolgt. Neueste Erkenntnisse über die Entwicklung und die Folgen dieser Strategie, haben diese Länder jedoch zum Umdenken gebracht, mit einem damit verbundenen Kurswechsel zu Maßnahmen von Szenario C) „Unterdrückung“.

pros

• schnellere Erreichung einer Herdenimmunität
• Schaden für die Wirtschaft hält sich in Grenzen

CONS

• Virus verbreitet sich sehr schnell
• wissentliche Überfoderung der Gesundheitssysteme, hoher Mangel an Intensivbetten über Monate (durch teilweise Abflachung der Kurve)
• Todesrate wird um mindestens das 10-fache erhöht
• auch hier gilt: nicht nur Corona-Patienten sind unter den Todesfällen, sondern auch all jene, denen keine medizinische Versorgung mehr gegeben werden kann (Unfälle, Herzinfarkte usw.)
Unterliegt der Annahme: Der Virus mutiert nicht so stark (was auch bislang so bestätigt wurde). Durch die hohe Infektionsrate wird jedoch dem Virus ermöglicht stark zu mutieren. Somit könnte es jährlich zu ein paar Millionen Todesfälle kommen. 

Bedarf an Intensivbetten in Großbritannien bei diversen sozialen Distanzierungsmaßnahmen. Dieses Diagramm wurde kürzlich vom Imperial College London veröffentlicht und hat anscheinend die Regierungen von USA und UK dazu gedrängt ihren Kurs zu ändern.

Strategie B) versucht nicht, die Epidemie einzudämmen, sondern glättet die Kurve nur ein wenig. Strategie C) „Unterdrückung“ hingegen ergreift strikte Maßnahmen, um die Epidemie schnell unter Kontrolle zu bringen.

SZENARIO C: Unterdrückung (Suppression)

Der Grundsatz der Suppression-Strategie sind strikte Maßnahmen: Starke soziale Distanzierung wird von der Regierung angeordnet. Ziel ist es, nachdem man einen bestimmten Grad an Kontrolle erlangen hat, die Maßnahmen zu lockern, damit die Menschen nach und nach ihre Freiheiten wiedererlangen können. Damit das normale soziale und wirtschaftliche Leben wieder aufgenommen werden kann. Länder wie China, Italien, Österreich usw. verfolgen diese Strategie. 

pros

Ziel: Virus anhand von konkreten Maßnahmen unter Kontrolle zu bringen
• 
Nach der ersten Welle liegt die Zahl der Todesopfer bei Tausenden und nicht bei Millionen. Warum? Das exponentielle Wachstum und die Todesrate werden gesenkt – da medizinische Versorgung  gegeben ist 
• 
Einem Kollaps des Gesundheitssysteme wird gezielt vorgebeugt. Wie? Durch massive Vermindung von sozialen Kontakten, Eindämmung der Infektionen, Abfalchung der Kurve und dadurch: Gewinnung von Zeit

CONS

langsame Erreichung einer Herdenimmunität
• Diese erste Sperrung/Einschränkung für Menschen dauert Monate – was für viele inakzeptabel erscheint
Großer Schaden für die Wirtschaft durch kompletten Lockdown über Monate

Strategie C): Coronaviurs Infektionen und Todesfälle . Quelle: Tomas Pueyo

KRITIK: Strategie C) würde das Problem nicht einmal lösen, weil wir die Epidemie nur verschieben würden: Später, wenn wir die sozialen Distanzierungsmaßnahmen aufheben, werden die Menschen immer noch millionenfach infiziert und sterben. Laut Studien wird es immer noch riesige Spitzen geben. Warum also die Mühe machen und eine Wirtschaftskrise ansteuern?

Welcher ausschlaggebende Aspekt wurde dabei noch nicht berücksichtigt?

Strikte Maßnahmen, die SCHNELL, ergriffen werden reduzieren die exponentielle Bedrohung. Ein einziger Tag kann die Gesamtzahl der Fälle um 40% und die Zahl der Todesopfer um noch mehr senken. Gewinnung von ZEIT ist also von größter Bedeutung. 

3. Was zählt jetzt am meisten?

Welche Rollen spielt der Faktor Zeit noch? Wir stehen vor der größten Druckwelle auf das Gesundheitssystem, die jemals in der Geschichte gesehen wurde. Wir sind völlig unvorbereitet und stehen einem Feind gegenüber, den wir nicht kennen.

Was wäre, wenn du dich deinem schlimmsten Feind stellen müsstest, von dem du nur sehr wenig weißt, und du zwei Möglichkeiten hättest: Entweder du rennst darauf zu oder du fliehst, um dir ein bisschen Zeit für die Vorbereitung zu verschaffen. Welchen Weg würdest du wählen?

Die Devise lautet: Größter Zusammenhalt der Bevölkerung ist notwendig um die Kurve zu verflachen (einen Peak bei Krankenhaus-Betten zu vermeiden), um wertvolle Zeit zu gewinnen (dabei geht es um Tage und Wochen). Zeit, die benötigt wird um Krankenhäuser aufzurüsten, Schutzkleidung zu beschaffen und Erkenntnisse aus der Medizin zu gewinnen (Medikamente, Impfstoffe, usw.). Das Ziel muss es sein Behandlungen und Medikamente so schnell wie möglich zu erforschen, dass so wenig wie möglich Infizierte auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Da die Entwicklung von neuen Impfstoffen mind. 12-14 Monate dauert, ist es notwendig, jetzt so schnell wie möglich die Infektionsrate und in Folge die Mortalitätsrate zu senken. 

4. Q&A: Einige wichtige Fragen und Antworten

Hier die Beantwortung einiger Fragen von Zusehen des Instagram Live-Chats mit Epidemiologe PD Dr. Franz Wiesbauer:

Die anfänglichen Symptome der Grippe und des neuen Coronavirus ähneln sich. Zu Beginn zeigen sich bei beiden Erkrankungen Erkältungssymptome (Schnupfen, Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche).

Das Coronavirus kann aber auch, anders als bei einer Grippe oder SARS-Infektion, die unteren Atemwege infizieren und bei manchen Betroffenen zu einer Lungenentzündung führen. Besonders ältere oder immungeschwächte Menschen sind davon gefährdet. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten.

Doch gibt es weitere große Unterschiede: 

  • Coronavirus scheint leichter übertragbar
  • Inkubationszeit beim Coronavirus ist länger  (2 Tage-2 Wochen) als beim Influenzavirus (1-2 Tage): die Übertragung ist somit viel höher, weil es eine lange Zeit keine Symptome geben kann
  • Das Coronavirus ist neu und man hat noch nicht genügend Wissen und Daten dazu – es gibt derzeit noch keinen Impfstoff!
  • Durch das exponentielle Wachstum sind die Gesundheitssysteme, von den vielen Infektionen, maßlos überfordert
  • Es gibt noch keine Herdenimmunität wie z.B. bei der Influenza

Es ist unwahrscheinlich, dass ärmere Länder nicht betroffen sein werden. Warmes und feuchtes Wetter hilft eventuell, verhindert aber nicht einen Ausbruch, sonst würden Singapur, Malaysia oder Brasilien keine Ausbrüche erleiden (Länder, die bereits nachweislich betroffen sind).
Es wird vermutet, dass das Coronavirus entweder länger gebraucht hat um diese Länder zu erreichen, weil sie weniger verbunden sind, oder es ist bereits vorhanden, aber diese Länder konnten bisher nicht genug in Tests investieren, um dies zu wissen.
In jedem Fall bedeutet dies, dass die meisten Länder vom Virus betroffen sein werden. Es ist eine Frage  der Zeit, bis man Ausbrüche erkennt und Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Die Mortalitätsrate zwischen Ländern kann man nicht wirklich miteinander vergleichen. Warum?

  1. Man vermutet dass, die Dunkelziffer der tatsächlich Erkrankten viel höher ist als die offiziellen Zahlen belegen. Es gibt Schätzungen, dass nur rund 14% der Fälle in China bekannt sind! Das bedeutet natürlich auch, dass die Sterberate wesentlich geringer ist, als derzeit angenommen wird. Nachteil hier ist jedoch: dass viele Infizierte keine Symptome haben und deshalb das Virus ungeahnt übertragen wird.
  2. Hängt die Sterberate eines Landes auch stark von der jeweiligen Altersstruktur ab. Ist der Anteil der jungen Bevölkerung in einem Land sehr hoch, kann auch bei unzähligen Infektionen die Sterberate niedrig sein. 

In den USA gab es dazu bereits Laborversuche.  Das Coronavirus-19 überlebte unter bestimmten Bedingungen auf Kupferoberflächen bis zu vier Stunden, auf Karton waren es etwa 24 Stunden, 48 Stunden auf rostfreiem Stahl und bis zu drei Tagen auf Plastik. Vom Laborversuch allein kann man aber nicht auf das Übertragungsrisiko im Alltag schließen.

Nur ein Beispiel: Es hustet jemand in seine Hand und greift auf eine Türklinke. Ein Bruchteil der Viren bleibt auf der Türschnalle kleben und der Nächste, der die Klinke berührt, nimmt ebenfalls nur einen kleinen Bruchteil davon auf, verteilt sie wieder und so weiter. Die Viren dünnen sich also sehr schnell aus.

Noch ist unklar, wie viele Coronaviren tatsächlich notwendig sind, um jemanden zu infizieren. Auch ist zu bedenken, dass sich die Person erst mit der virusbelasteten Hand ins Auge, in die Nase oder in den Mund greifen muss, um das Virus in den Körper befördern zu können. Bis jetzt gehen die meisten Experten davon aus, dass Infektionen über Oberflächen sehr unwahrscheinlich sind.

Bislang scheint es so zu sein, dass das Coronavirus bei Kindern sehr milde verläuft. In einigen, sehr sehr wenigen Fällen mussten auch bereits Kinder auf die Intensivstation. 

Eine weitere Frage: Sollen Mütter ihren Nachwuchs nun weiter stillen – oder ist das vielleicht sogar gefährlich, wenn man selbst das Coronavirus trägt? Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, dass Coronaviren über die Muttermilch übertragen werden können. Bei HIV und Hepatitis ist das anders. 

Die Entwicklung bzw. vor allem die Testphase (Tierversuche und dann an Menschen) bei der Entwicklung eines Impfstoffes kann bis zu 12-18 Monate dauern. Derzeit wird auf Hochtouren geforscht und man überspringt teilweise auch Testphasen oder versucht diese so gut wie nur möglich abzukürzen. Jedoch kann man unter keinen Umständen einen nicht ausreichenden Impfstoff auf den Markt bringen – wodurch  Millionen von Menschen sterben könnten. Zum Beispiel gab es bei SARS einen Impfstoff mit (zu) vielen Nebenwirkungen. Dazu kommt, dass auch eine Zeit für die Produktion des Stoffe einberechnet werden muss, da große Mengen davon benötigt werden. 

Die Forschung ist zudem sehr bemüht neben einem Impfstoff auch Medikamente zu finden. Mit einer alternativen Behandlung durch adäquate Medikamente kann die Anzahl von Patienten auf der Intensivstation reduziert werden – was eine große Entlastung für das Gesundheitssystem wäre.

5. Weiterer Verlauf & Ausblick

Erst gestern (Stand 23.3.2020) wurden in Österreich die Maßnahmen zur Einschränkung sozialer Kontakte für weitere drei Wochen verlängert. Beschädigt man sich mit den oben dargestellten drei Szenarien ist, ist Szenario C) das Vernünftigste. Jedoch kann das Virus immer wieder aufflackern und über einen Zeitraum von mehreren Monaten (geschätzt 18 Monate) werden Maßnahmen wahrscheinlich gelockert, müssen dann aber wieder verstärkt werden, wenn es erhöhte Infektionen gibt. Letztendlich sind dies nicht nur rein epidemiologisch-medizinische Überlegungen, sondern auch volkswirtschaftlicher Natur. 

Das Ziel muss es sein, dass so viele Menschen wie nur möglich getestet werden, damit man Daten sammeln kann um die Infektionsketten genau nachzuvollziehen. Auf Basis dieser Daten muss man dann punktuell für kleinere Gebiete, die Maßnahmen wieder straffen. Hier muss man jedoch berücksichtigen, dass es aktuell eine lineare Testkapazität (Beschaffung und Kosten der Tests) gibt aber ein exponentielles Wachstum der Infektionen. 

Wichtig ist, dass sich die gesamte Bevölkerung so gut wie nur möglich an die Maßnahmen der Regierung hält. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es ist erstaunlich zu sehen wie schnell man sich an die gegebene Situationen anpassen kann. Die Wirtschaft verkraftet immer wiederkehrende Lockdowns jedoch nicht. Deshalb kann man aktuell auch noch nicht vorhersehen, wie und wann sich die Wirtschaft von der aktuellen Situation erholen kann.  

Länder müssen für ein paar Wochen komplett herunterfahren um uns Zeit zu verschaffen, einen fundierten Aktionsplan zu erstellen, und dieses Virus zu kontrollieren bis wir einen Impfstoff haben.

6. Überblick Empfehlungen und Maßnahmen
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Wie erklärt man Kindern das Coronavirus?

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Quellen: Instagram Live-Chat mit Mag. Isabel Zinnagl und Epidemiologe PD Dr. Franz Wiesbauer.
Whitepaper von Toma Pueyo: Coronavirus – The Hammer and the Dance

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